Chemikalienschutzhandschuhe –
zuverlässige Barriere gegen Gefahrenstoffe
Chemikalienschutzhandschuhe sind ein wesentlicher Bestandteil der persönlichen Schutzausrüstung, da sie den direkten Kontakt der Haut mit schädlichen Substanzen verhindern. Grundlage ihrer Schutzleistung sind die Materialeigenschaften: Dichte, Stärke und chemische Beständigkeit bestimmen maßgeblich, ob und wie schnell ein Stoff durch das Handschuhmaterial dringt.
Die sogenannte Durchbruchzeit kann je nach Material und Substanz wenige Minuten oder auch mehrere Stunden betragen. Um einen möglichst umfassenden Schutz sicherzustellen, sind viele Handschuhe mehrschichtig aufgebaut und kombinieren verschiedene Polymere.
- Nitril: Barriere gegen Öle, Fette und zahlreiche organische Lösungsmittel
- Butylkautschuk: Schützt zuverlässig vor Dämpfen sowie stark aggressiven Chemikalien.
- Neopren: Breite chemische Resistenz mit Flexibilität und angenehmem Tragegefühl
EN ISO 374: Standards für Chemikalien- und Mikrobiologieschutz
Die Norm EN ISO 374 regelt die Anforderungen an Chemikalienschutz- und Mikrobiologieschutzhandschuhe. Sie dient dazu, die Sicherheit von Anwenderinnen und Anwendern in Umgebungen mit gefährlichen Substanzen zu gewährleisten.
Nach EN ISO 374-1 werden Chemikalienschutzhandschuhe anhand von Buchstaben gekennzeichnet, die jeweils für eine geprüfte Chemikalie stehen. So lässt sich auf einen Blick erkennen, gegen welche Stoffe ein Handschuh wirksam ist. Diese Kennzeichnung erleichtert die Auswahl des richtigen Handschuhs und hilft, Risiken im Arbeitsalltag zu reduzieren.
Die EN ISO 374-5 bezieht sich auf den Schutz vor Mikroorganismen wie Bakterien, Pilzen und – bei entsprechender Kennzeichnung „VIRUS“ – auch vor Viren. Solche Handschuhe sind besonders in Laboren, der Medizin oder biochemischen Bereichen unverzichtbar.