Brandsohle / Innensohle
Die Brandsohle, auch als Innensohle bezeichnet, bildet das Fundament eines jeden Schuhs. Sie ist die zum Fuß hin weisende Schicht des Schuhbodens und spielt eine entscheidende Rolle für die Stabilität, Passform und Haltbarkeit des Schuhs. An der Brandsohle werden sowohl der Schaft (das Obermaterial) als auch die weiteren Sohlenbestandteile wie Laufsohle, Zwischensohle und Absatz befestigt.
Materialien und Herstellung
Schuhe mit Brandsohlen aus pflanzlich gegerbtem Rindleder mit einer Stärke von etwa 2,5 bis 3,5 Millimetern bieten eine hohe Robustheit, unterstützen ein angenehmes Fußklima und verbessern den Tragekomfort. Alternativ kommen je nach Modell auch andere Materialien wie Lederfaserstoffe, Kunstfasergewebe, thermoplastische Kunststoffe oder speziell imprägnierte Pappe zum Einsatz, die unterschiedliche Eigenschaften in Bezug auf Stabilität und Atmungsaktivität aufweisen.
Die Herstellung der Brandsohle beginnt mit dem Zuschneiden des Materials entsprechend der Schuhgröße und der Form des Leistens. Anschließend wird die Brandsohle je nach Machart des Schuhs vorbereitet, beispielsweise durch das Entfernen der obersten Narbenschicht, um ein späteres Hart- und Brüchigwerden zu verhindern. Bei rahmengenähten Schuhen wird der Schaft mit der Brandsohle vernäht, während bei anderen Macharten wie der Ago-Machart (Verklebung) der Schaft mit der Brandsohle verklebt wird.
Funktion und Bedeutung
Die Brandsohle verleiht dem Schuh seine Form und sorgt für die notwendige Steifigkeit und Stabilität. Sie beeinflusst maßgeblich die Passform und den Tragekomfort, da der Fuß direkt auf ihr ruht. Zudem trägt sie zur Langlebigkeit des Schuhs bei, indem sie als stabile Basis für die Befestigung der anderen Schuhkomponenten dient. Zusammenfassend ist die Brandsohle ein zentrales Element im Schuhbau, das sowohl die strukturelle Integrität als auch den Komfort des Schuhs sicherstellt.