Metallfreier Durchtrittschutz
Der metallfreie Durchtrittschutz ist ein integraler Bestandteil moderner Sicherheitsschuhe, der dazu dient, das Eindringen spitzer oder scharfer Gegenstände durch die Sohle zu verhindern. Im Gegensatz zu traditionellen Stahlzwischensohlen bestehen diese Schutzkomponenten aus nichtmetallischen Materialien wie hochfesten Textilfasern oder Verbundwerkstoffen. Diese Materialien bieten nicht nur Schutz, sondern auch Vorteile wie geringeres Gewicht, erhöhte Flexibilität und die Möglichkeit, metallsensible Bereiche wie Flughäfen oder bestimmte Produktionsstätten ohne Einschränkungen zu betreten.
Normative Anforderungen gemäß EN ISO 20345:2022
Die überarbeitete Norm EN ISO 20345:2022 bringt präzisere Klassifizierungen für den Durchtrittschutz. Während bisher alle Durchtrittschutzeinlagen mit dem Kürzel "P" gekennzeichnet wurden, differenziert die neue Norm zwischen metallischen und nichtmetallischen Einlagen:
- P: Metallische Durchtrittschutzeinlage, getestet mit einem 4,5 mm dicken Nagel.
- PL: Nichtmetallische Durchtrittschutzeinlage, ebenfalls getestet mit einem 4,5 mm Nagel.
- PS: Nichtmetallische Durchtrittschutzeinlage, getestet mit einem dünneren 3,0 mm Nagel, was höhere Anforderungen an die Schutzwirkung stellt.
Diese Unterscheidung ermöglicht eine genauere Auswahl des geeigneten Schutzes basierend auf den spezifischen Gefährdungen am Arbeitsplatz.
Vorteile und Anwendung
Metallfreie Durchtrittschutzeinlagen bieten mehrere Vorteile:
- Gewicht: Sie sind leichter als ihre metallischen Pendants, was den Tragekomfort erhöht.
- Flexibilität: Die Materialien ermöglichen eine höhere Biegsamkeit der Sohle, was die Bewegungsfreiheit verbessert.
- Isolierende Eigenschaften: Nichtmetallische Einlagen bieten bessere thermische Isolation, was in kalten Umgebungen von Vorteil ist.
- Detektorfreiheit: Sie sind nicht magnetisch und daher ideal für Bereiche mit Metalldetektoren.