Sanforisieren von Stoffen
Sanforisieren ist ein mechanisches Veredelungsverfahren, das Textilien vor dem Einlaufen schützt und sie formstabil macht. Dabei werden die Stoffe kontrolliert gedehnt und mit heißem Dampf fixiert. Ziel dieses Prozesses ist es, das nachträgliche Einlaufen beim Waschen weitestgehend zu verhindern. Bei schwereren Stoffen gestaltet sich das Sanforisieren jedoch schwieriger, sodass es in einigen Fällen trotzdem zu einem leichten Schrumpfen der Kleidungsstücke kommen kann. Deshalb empfiehlt es sich, besonders bei schweren Textilien die Kleidungsstücke nach dem Waschen noch im feuchten Zustand in Form zu ziehen.
Sanforisieren in der Arbeits- und Schutzkleidung
In der Herstellung von Arbeits- und Schutzkleidung spielt das Sanforisieren eine zentrale Rolle. Durch diese Behandlung wird sichergestellt, dass Textilien auch nach wiederholtem Waschen ihre Größe und Passform weitgehend beibehalten. Dies ist besonders wichtig für Berufsbekleidung, die regelmäßig gereinigt wird und dabei hohen mechanischen und thermischen Belastungen ausgesetzt ist.
Sanforisierte Stoffe erfüllen spezifische Einlaufstandards:
- Gewebte Stoffe (Webware) dürfen nach ISO 6330 nicht mehr als 1 % in Kett- und Schussrichtung einlaufen oder sich ausdehnen.
- Maschenware (Knit) darf maximal 5 % Maßänderung aufweisen.
Diese Standards gewährleisten, dass Arbeitskleidung auch nach häufigem Waschen ihre Funktionalität und Passform behält.
Insgesamt trägt das Sanforisieren maßgeblich zur Langlebigkeit und Funktionalität von Arbeits- und Schutzkleidung bei, indem es unerwünschtes Einlaufen minimiert und die Passform über die gesamte Nutzungsdauer erhält.