Stahlzwischensohle bei Sicherheitsschuhen
Die Stahlzwischensohle ist ein zentrales Sicherheitsmerkmal von Arbeitsschuhen, das den Fuß vor dem Durchdringen spitzer oder scharfer Gegenstände von unten schützt. Gemäß der Norm EN ISO 20345 muss eine durchtrittsichere Zwischensohle einem Durchstichwiderstand von mindestens 1.100 Newton standhalten, getestet mit einem 4,5 mm dicken Prüfnagel. Diese Anforderung wird durch das Symbol „P“ auf dem Schuh gekennzeichnet.
Materialien und Eigenschaften
Traditionell bestehen durchtrittsichere Zwischensohlen aus Stahl, der für seine hohe Festigkeit und Langlebigkeit bekannt ist. Stahlzwischensohlen bieten zuverlässigen Schutz gegen Durchstiche und sind weniger anfällig für Variationen in Form und Schärfe der eindringenden Objekte. Allerdings können sie die Flexibilität des Schuhs beeinträchtigen und sind schwerer als alternative Materialien.
Alternative Materialien
Neben Stahl werden auch nichtmetallische Materialien wie Textil oder Komposit für durchtrittsichere Zwischensohlen verwendet. Diese Alternativen sind leichter und flexibler, bieten jedoch einen variableren Schutz, der von der Form und Schärfe des eindringenden Objekts abhängen kann. Nichtmetallische Zwischensohlen werden in der EN ISO 20345:2022 mit den Symbolen „PL“ (getestet mit 4,5 mm Nagel) und „PS“ (getestet mit 3,0 mm Nagel) gekennzeichnet.
Anwendungsbereiche
Sicherheitsschuhe mit Stahlzwischensohle sind besonders geeignet für Arbeitsumgebungen, in denen ein hohes Risiko besteht, auf spitze oder scharfe Gegenstände zu treten, wie beispielsweise auf Baustellen, in der Metallverarbeitung oder im Recyclingbereich. Die Wahl zwischen Stahl- und nichtmetallischen Zwischensohlen hängt von den spezifischen Anforderungen des Arbeitsplatzes ab, einschließlich des Gewichts, der Flexibilität und der Art der potenziellen Gefahren.