Warum ist Warnschutzkleidung überhaupt notwendig?
Personen, die sich mit Bekleidung in alltäglichen Farben im Straßenverkehr bewegen, sind für andere Verkehrsteilnehmende ungefähr ab einer Entfernung von 25 Metern zu erkennen. Innerorts beträgt unter günstigen Umständen der Anhalteweg eines Kraftfahrzeugs circa 28 bis 40 Meter. Durch das Tragen von Warnschutzkleidung erhöht sich die Sichtbarkeit der gefährdeten Personen nachhaltig. Andere können sie daher rechtzeitig wahrnehmen und ihnen ausweichen, abbremsen oder sie warnen.
Warnschutzkleidung wirkt dem „Übersehen werden“ entgegen.
Warnschutzkleidung wirkt dem „Übersehen werden“ entgegen.
Häufig entsteht der Eindruck, dass Warnschutzkleidung allein in der Dunkelheit notwendig ist – diese Aussage ist jedoch unvollständig. Warnschutzkleidung wirkt dem „Übersehen werden“ entgegen. Unabhängig von der Tageszeit und den Lichtverhältnissen sind Personen so für andere gut sichtbar. Tagsüber schützt sie die Tragenden ebenso effektiv vor dem Übersehen werden. Aus diesem Grund besteht jede zertifizierte Warnschutzkleidung aus zwei Komponenten:
- Fluoreszierende Hintergrundfarbe
- Reflektierende Streifen
Wussten Sie, ...
... dass Unternehmen verpflichtet sind, ihren Mitarbeitenden Warnschutzkleidung zur Verfügung zu stellen, wenn die Gefährdungsbeurteilung das vorschreibt? Jedes Unternehmen muss nach Paragraph 5 des Arbeitsschutzgesetztes eine Gefährdungsbeurteilung erstellen und sich an die entsprechenden Vorgaben halten. Ist Warnschutzkleidung vorgeschrieben, handelt es sich um PSA – Persönliche Schutzausrüstung und nicht um allgemeine Arbeitskleidung. Daraus ergeben sich für Unternehmen und Mitarbeitende unterschiedliche Rechte und Pflichten.
Weitere Informationen erhalten Sie in unserer Warnschutz-Broschüre.
UV-Schutz
Heller Sonnenschein alleine ist kein Garant für zuverlässige Sichtbarkeit. Spezielle Warnschutzkleidung kombiniert den Schutz vor schädlichen UV-Strahlen mit der Hochsichtbarkeit. Herkömmliche Warnschutzkleidung ist oft schwer und unflexibel, was den Tragenden zusätzlich belastet. Dank der richtigen UV-Schutzkleidung müssen Sie auch bei heißen Temperaturen nicht auf Ihre Sicherheit verzichten.
Regenschutz
Vor allem bei trüb-nassem Wetter sind die Sichtverhältnisse oft schlecht, wodurch das Risiko des Übersehen werdens steigt. Hier kommt es auf die richtige Arbeitskleidung an, die Sie nicht nur vor den Elementen schützt, sondern auch hochsichtbar ist. Dabei sollten Sie auf die DIN EN 343:2019-06 achten. Diese Norm bewertet die Wasserdichtheit und Atmungsaktivität von Bekleidung.
Kälteschutz
Für die kalte Jahreszeit sollte Arbeitskleidung nicht nur hochsichtbar und wasserdicht sein, sondern vor allem auch warmhalten. Warnschutzkleidung speziell für den Winter ist mit der DIN EN 14058:2018-01 gekennzeichnet. Diese bezieht sich auf Umgebungen von –5°C und darüber und legt die Anforderungen für Bekleidung zum Schutz vor kühler Umgebung fest. Eine dicke Warnschutzjacke und Warnschutzhose gehören im Winter zur Grundausstattung.